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Genehmigung der IGS zerschlägt gewachsene Wolfenbütteler Schulstruktur

Veröffentlicht am Sonntag, 7. Februar 2010 18:00 Uhr

Die formelle Genehmigung der Landesschulbehörde zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) am Standort Wallstraße zerschlägt eine seit Jahrzehnten bewährte Schulstruktur in Wolfenbüttel. Die Fraktionen der FDP im Rat der Stadt Wolfenbüttel und im Kreistag sehen hierin weder einen Beitrag zu einem begabungsgerechten, leistungsfähigen Schulsystem noch zu mehr Bildungsgerechtigkeit.
Schulen sind nicht in der Lage, soziale Unterschiede aufzuheben. Vorhandene Begabungsunterschiede – sie führen nicht zu Ungerechtigkeit und Benachteiligung – können nicht durch das Schulsystem aufgehoben werden, der Staat kann nicht „begaben“. Er muss allerdings die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich Begabungen unabhängig von der sozialen Herkunft entfalten können. Leider hat sich in der Vergangenheit sozialdemokratische und grüne Bildungspolitik darin erschöpft, Gesamtschulen einzurichten, wodurch das Niveau gesenkt, Begabte unterfordert und weniger Talentierte zu wenig gefördert wurden. Die in den Gesamtschulen vorherrschende Gleichstellung unterschiedlich begabter Schüler führt zu mehr Ungerechtigkeit, denn Gleiches sollte als gleich und Ungleiches als ungleich behandelt werden.
Die Einrichtung einer IGS wird in naher Zukunft sowohl in der Stadt als auch im Landkreis Wolfenbüttel zu Schließungen von Haupt- und Realschulen führen und Schulwege betroffener Schüler deutlich verlängern. Vor allem die Standorte der Haupt- und Realschulen Schöppenstedt und Remlingen sind stark gefährdet. Aus diesen Teilen des Landkreises müssten dann alle Fünftklässler nach Wolfenbüttel fahren. Dies wird zu einer deutlichen Einschränkung der Bildungsangebote im ländlichen Raum führen und hätte gravierende Auswirkungen für die dortigen Vereine und das gesellschaftliche Leben. Dafür dass Schulen im ländlichen Bereich geschlossen werden, dürfen dann die betroffenen Samtgemeinden die IGS auch noch über die Kreisumlage mitfinanzieren.
Diese wird aufgrund ihrer Kosten – allein im Haushalt 2010 hat der Landkreis mehr als 10 Millionen Euro eingestellt – die katastrophale Haushaltslage weiter verschlechtern. Sie zwingt den Landkreis bereits jetzt, seine Sozialausgaben zu überprüfen. Die FDP lehnt diese rot-grüne Politik, die zu Lasten der sozial Schwachen geht, entschieden ab. Was nützt es, wenn Kinder aus diesen Schichten auf eine Gesamtschule gehen können, ihnen die notwendige soziale Unterstützung durch den Landkreis aber entzogen wird. 



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