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FDP Wolfenbüttel fordert ehrliche Elternbefragung zur zweiten Gesamtschule

Veröffentlicht am Montag, 22. August 2011 21:11 Uhr

Die FDP Wolfenbüttel lehnt nach wie vor die Errichtung einer weiteren Gesamtschule im Landkreis Wolfenbüttel ab. Dieses erklärten nach der heutigen gemeinsamen Sitzung des städtischen Schulausschusses und des Schulausschusses des Landkreises übereinstimmend beide FDP-Fraktionen. Auch die angestrebte Elternbefragung sei zum jetzigen Zeitpunkt lediglich ein Wahlkampfmanöver. „Diese Befragung wird die Eltern im gesamten Landkreis stark verunsichern“, sagte Thomas Fach von der FDP-Kreistagsfraktion nach der Sitzung. Der Fragebogen enthalte nicht nur fachliche Fehler, sondern stelle auch die Frage nach Standorten, über die es noch keine endgültigen politischen Entscheidungen gäbe. „Wenn man nach dem Standort Remlingen fragt, muss man den Eltern auch mitteilen, ob es zukünftig Schulbezirke für die Gesamtschulen geben solle oder ob einige Kinder aus Baddeckenstedt nach Remlingen und andere parallel nach Wolfenbüttel gefahren werden müssen“, so Thomas Fach weiter. Aus Sicht der FDP-Kreistagsfraktion gefährde eine weitere Gesamtschule in Wolfenbüttel die Schulstandorte Sickte, Remlingen, Schöppenstedt und Schladen. Für die FDP im Landkreis Wolfenbüttel sei es aber nach wie vor wichtig ein wohnortnahes Schulangebot vorzuhalten.

Die FDP in der Stadt Wolfenbüttel warnt vor unzumutbaren Schulwegen innerhalb der Stadt. Schülerinnen und Schüler aus dem westlichen Stadtrand müssten bei der Entscheidung für den Standort Ravensberger Straße zukünftig quer durch die Stadt befördert werden, wenn sie nach wie vor eine Haupt- oder Realschule besuchen möchten. „Für uns gilt nach wie vor: kurze Beine, kurze Wege“, stellte FDP-Ratsmitglied Rudolf Ordon klar. Die Zahlen der aufgenommenen Schüler an der Gesamtschule Wallstraße mache aus Sicht der FDP deutlich, dass insbesondere Haupt- und Realschüler abgelehnt werden, daher sei dieses ein ernst zu nehmendes Problem. Überrascht zeigt man sich in der FDP auch darüber, dass bisher nicht offen über die Auswirkungen auf die Wolfenbütteler Gymnasiallandschaft gesprochen werde. Sollte auch die neue Gesamtschule überwiegend Gymnasialschüler aufnehmen, werde man langfristig ein Gymnasium schließen müssen. Für die FDP steht aber fest, dass alle drei Gymnasien in Wolfenbüttel erhalten bleiben müssen.

Auch sei es notwendig die Eltern darüber zu informieren, dass eine gymnasiale Oberstufe bei der zweiten Gesamtschule unwahrscheinlich sei. „Wolfenbüttel hat an den drei Gymnasien Oberstufen und ein berufliches Gymnasium an der Carl-Gotthard-Langhans-Schule. Schon eine weitere Oberstufe an der IGS Wallstraße ist eher unwahrscheinlich und den Eltern für eine neue Gesamtschule eine Oberstufe zu suggerieren ist grob fahrlässig oder vorsätzliche Täuschung“, so Ordon abschließend. 



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