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Asse-Untersuchungsausschuss - Björn Försterling: „Falsche Interessen zur falschen Zeit führten zur falschen Entscheidung“

Veröffentlicht am Freitag, 2. Dezember 2011 19:39 Uhr

Hannover. Für den FDP-Obmann im Asse-Untersuchungsausschuss Björn Försterling sind in den Aussagen in der heutigen Sitzung gute Grundlagen für den Abschlussbericht enthalten gewesen. Vor dem Ausschuss hatte der Leiter der Projektgruppe Jülich seinen Bericht über die Erkenntnisse aus Zeugenaussagen und Dokumentenrecherche vorgelegt. „Im Kern gibt es zwei wesentliche Ereignisse, die zum jetzigen Zustand der Asse geführt haben: Die Entscheidung über die Nutzung der Asse und das Zögern, die Südflanke zu stabilisieren", sagte  Försterling nach der Sitzung.

Im Jahr 1963 habe das Bundesamt für Bodenforschung nach einer Möglichkeit gesucht, schwach- und mittelradioaktive Abfälle zu beseitigen. Zeitgleich habe es beim Bergwerk Asse das Interesse gegeben, das Bergwerk in Betrieb zu halten und die Arbeitsplätze zu sichern. „Falsche Interessen führten zur falschen Zeit zu einer Entscheidung für den falschen Ort", so Försterling. Es hätte seiner Ansicht nach niemals zu einer Entscheidung für die Asse kommen dürfen.

Auch das Hinauszögern der Verfüllung der Südflanke sei ein unverzeihlicher Fehler gewesen. „Mit einer Verfüllung schon 1979 hätte man den Laugenzufluss 1988 vermutlich verhindern können. Dann hätten wir heute eine bessere Grundlage für die Rückholung."

Aufgabe der Politik müsse jetzt sein, die Faktenerhebung und die Rückholung voranzutreiben. Die Erklärung, die Klage gegen das Kanzleramt fallen zu lassen, sei richtig. „Sobald wir dann auch die Akten aus Hessen haben, kann der Untersuchungsausschuss zügig beendet werden“, meint Försterling.

Presseinformation
Nr. 249/2011  -  Hannover, den 01.12.2011



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