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Medienpolitik - Björn Försterling: Verbote bringen nichts – Kleine Facebook-Einträge können große Auswirkungen haben

Veröffentlicht am Mittwoch, 8. Februar 2012 11:20 Uhr

Hannover. Passend zum Safer-Internet-Day hat es in den Räumen der FDP-Fraktion am Abend eine Diskussionsveranstaltung zum Umgang mit sozialen Netzwerken gegeben. Der Titel: „Ein Leben auf Facebook - die Chancen und Risiken der medialen Welt". Dabei appellierte der jugendpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling, an Eltern und Erzieher, auf Verbote zu verzichten. „Verbote bringen nichts. Es geht darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen, welche großen Auswirkungen ein kleiner Eintrag auf Facebook haben kann.“ Schon ein kurzer Kommentar könne zu Mobbing oder Auseinandersetzungen auf dem Schulhof führen.

Es müsse deutlicher werden, dass die sozialen Netzwerke fester Bestandteil des Alltags seien, so Försterling. „Es gibt nicht die eine reale Welt und die andere virtuelle Welt. Es ist eine Welt in der wir uns bewegen und darauf müssen wir die Jugendlichen vorbereiten." Bislang beschränke sich die Vermittlung von Medienkompetenz zu stark auf die Nutzung der Medien und die Anwendung von Programmen. Entscheidend sei aber deutlich zu machen, dass "Handlungen im Netz direkte Auswirkungen auf das Leben haben“.

Auch Diplom-Pädagogin Sabine Eder plädierte in ihrem Vortrag für Aufklärung statt Verbote. „Ein Verbot durch die Eltern führt in der Regel zur heimlichen Nutzung durch die Jugendlichen. Ein aktiver Austausch der Eltern mit ihren Kindern über die Nutzung des Internets und Aufklärung bringt wesentlich mehr", sagte Eder. In ihrem Einführungsvortrag erläuterte sie, in welchen Netzwerken sich Jugendliche regelmäßig aufhalten und gab Handlungsempfehlungen für Eltern. Sabine Eder ist Gründungsmitglied von Blickwechsel e.V. – ein Verein für Medien- und Kulturpädagogik. Sie arbeitet seit Jahren in der medienpädagogischen Fortbildung und der Elternberatung.

Presseinformation
Nr. 27/2012  -  Hannover, den 01.02.2012



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