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Bildungspolitik - Björn Försterling: Landesregierung muss Lehrerarbeitszeit nach Urteil endlich erfassen lassen – FDP bringt Antrag in den Landtag ein

Veröffentlicht am Dienstag, 16. Juni 2015 17:49 Uhr

Hannover. Die FDP-Fraktion fordert die Landesregierung auf, nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg eine unabhängige Erfassung der Lehrerarbeitszeit durchzuführen. „Wenn die Ministerin ihren Neustart mit den Lehrern ernst meint, muss sie diesen Schritt nun gehen“, sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling. Bislang hatte die Landesregierung einen solchen Antrag immer mit dem Argument abgelehnt, keine Stechuhren für Lehrer einrichten zu wollen. Das Gericht habe aber klar geurteilt, dass die Erhöhung der Arbeitszeit aufgrund fehlender Arbeitszeiterhebungen im Vorfeld willkürlich gewesen sei. „Mit den durch die Erfassung erhobenen Daten könnte endlich eine vernünftige und sachliche Debatte geführt werden“, so Försterling.

Letztlich gehe es darum, die Qualität der Bildung an den Schulen sicher zu stellen. Studien hätten zuletzt die Bedeutung von Lehrern für den Bildungserfolg von Schülern noch einmal unterstrichen und deutlich gemacht, welchen Einfluss die Arbeit der Lehrer auf den Lernerfolg hat. Um diesen Erfolg nicht weiter zu gefährden, müsse die Schulpolitik „endlich raus aus der politischen Kampfzone“. Försterling: „In den Gesprächen mit den Verbänden erwarten wir deshalb ein deutliches Signal von Heiligenstadt für die Arbeitszeiterfassung.“

Hintergrund: Die FDP-Fraktion hat heute einen Antrag zur unabhängigen Arbeitszeiterfassung von Lehrern für das kommende Schuljahr eingebracht (sie finden diesen im Dateianhang). Diese Erhebung soll von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet werden, dem Lehrerverbände sowie Gewerkschaften angehören. Ein ähnlicher Antrag der FDP-Fraktion zur Arbeitszeiterfassung wurde mit den Stimmen von SPD und Grünen im Landtag abgelehnt (siehe auch anhängendes Plenarprotokoll – TOP 25, Seite 4435 bis 4447).

Presseinformation
Nr. 218/2015  -  Hannover, den 16.06.2015



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