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FDP-Politiker besuchten JVA Wolfenbüttel: Ein Ort für "German Mut"

Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2015 09:54 Uhr

Martina Staats, Leiterin der Gedenkstätte, erläutert den Landtagsabgeordneten Björn Försterling und Marco Genthe (links, bzw. rechts außen) sowie dem FDP-Fraktionsmitarbeiter Saman Marbina Details zur Lage der Gedenkstätte innerhalb der JVA.

Wolfenbüttel. „In der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel wird deutlich, was German Mut bedeutet“: Die FDP-Landtagsabgeordneten Björn Försterling und Dr. Marco Genthe haben die JVA am vergangenen Montag mit einer Gruppe Gäste besucht. Die diesjährige Sommertour der Abgeordneten steht unter dem Motto „German Mut“ – die Politiker besuchen Orte und Personen, die zeigen, dass man Herausforderungen meistern kann, wenn man sie nur anpackt.

Die Politiker besprachen mit dem Leiter der Anstalt, Dieter Münzebrock, die alltäglichen Herausforderungen im Strafvollzug. „Eine besondere Herausforderung stellt sicherlich das Zusammenwachsen der JVA Wolfenbüttel und der JVA Braunschweig dar", berichtet Marco Genthe, der rechtspolitische Sprecher seiner Fraktion: „Damit muss nicht nur die Untersuchungshaft nach Wolfenbüttel übersiedeln, sondern auch die Kollegien müssen zusammenwachsen.“

Im Anschluss besuchte die Gruppe die Gedenkstätte der JVA Wolfenbüttel. Dort, wo die Nationalsozialisten zwischen 1937und 1945 mehr als 600 Menschen hinrichten ließen, werde offensichtlich, „dass Widerstand gegen die Nazidiktatur die höchste Form von German Mut ist, die man sich vorstellen kann“, sagt Genthe. Doch auch nach Kriegsende wurde die Hinrichtungsstätte weiter benutzt. Unter britischer Besatzung vollstreckte bis zum Jahr 1947 derselbe Henker wie zuvor noch einmal 67 Todesurteile. „Dieser schaurige Ort macht deutlich, dass die Todesstrafe schon immer ein falsches und unmenschliches Mittel war und es auch bleibt“, sagt der Rechtspolitiker Genthe. Björn Försterling, der die Gedenkstätte von vielen vorherigen Besuchen kennt, fügt hinzu: „Der Ort verliert auch nach langer Zeit seinen Schrecken nicht. Wo Menschen für ihre Überzeugungen sterben mussten, kann für einen Liberalen kein guter Ort sein.“



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