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Bildungspolitik - Björn Försterling: Zusätzliche Fachkräfte für Kinderbetreuung Mangelware – Land muss mehr in frühkindliche Bildung investieren

Veröffentlicht am Dienstag, 25. August 2015 11:39 Uhr

Hannover.  Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling, fordert deutlich mehr Engagement der Landesregierung beim Ausbau der frühkindlichen Bildung. Der heute veröffentlichte Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung bescheinige dem Land einen Nachholbedarf im Bereich der unter Dreijährigen. „Da reicht es nicht, auf die Dritte Kraft zu verweisen. Es wird noch Jahre dauern, bis diese Maßnahme für eine Verbesserung sorgt“, kritisiere Försterling. Schließlich werde die Dritte Kraft nur stufenweise eingeführt und sei nur durch das aus Bafög-Mitteln freigewordene Geld vom Bund finanziert worden. „Sowohl für die Kinder als auch für die Erzieher brauchen wir dringend eine bessere Situation – und zwar nicht erst in ein paar Jahren, sondern jetzt“, so Försterling.

Er äußerte vor allem Zweifel daran, dass ausreichend Fachkräfte für einen besseren Betreuungsschlüssel in den Krippen gefunden werden können. Statt aber den herrschenden Erziehermangel zu bekämpfen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, kapituliere die Ministerin bislang nur vor dem Problem. „Den Erziehermangel hat sie als Begründung für die nur stufenweise Finanzierung der dritten Kraft angeführt. Das ist dreist. Wir müssen endlich bei der Betreuung der ganz Kleinen ganz groß denken“

Hintergrund: Der heute von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichte „Ländermonitor Frühkindliche Bildung“ bescheinigt Niedersachsen bei der frühkindlichen Bildung der unter Dreijährigen einen Nachholbedarf mit Blick auf den Betreuungsschlüssel. Demnach betreut eine vollzeitbeschäftigte Kita-Fachkraft durchschnittlich 4,1 ganztags betreute Krippenkinder. Zwei Jahre zuvor waren es noch 4,2 Kinder. Damit hat sich Niedersachsen nur gering der Experten-Empfehlung für ein Betreuungsverhältnis von 1:3 angenähert. Die Untersuchung bezieht sich auf den Stichtag 1.3.2014. Seit Anfang 2015 finanziert das Land stufenweise die Einführung der dritten Kraft.

Presseinformation
Nr. 284/2015  -  Hannover, den 24.08.2015



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