Willkommen bei der FDP im Landkreis Wolfenbüttel
« Zurück zur Liste


Bildungspolitik - Björn Försterling: Eine Stunde Sprachförderung pro Kind und Woche sind zu wenig – Kultusministerium muss bei Sprachförderung nachbessern

Veröffentlicht am Freitag, 25. September 2015 18:22 Uhr

Hannover. Der bildungspolitische Sprecher der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion, Björn Försterling, bewertet die mit dem Nachtragshaushalt 2015 geplanten Ressourcen für die Sprachförderung der Flüchtlingskinder in Schulen als nicht ausreichend. "Wir empfehlen der Landesregierung, hier schleunigst nachzubessern und die Schulen in dieser Situation nicht alleine zu lassen", sagt Försterling. Bereits heute leisteten die Schulen, ihre Lehrkräfte, Mitarbeiter, engagierte Eltern und Schüler einen großen Beitrag zur Integration der schulpflichtigen Flüchtlingskinder. "Dafür danken wir ihnen von ganzem Herzen. Aber es zeichnet sich ab, dass es weiterer Unterstützung durch Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiter und Sozialarbeiter bedarf, um diese Aufgabe dauerhaft leisten zu können", so Försterling weiter.

Mit dem zweiten Nachtragshaushalt 2015 beabsichtige die Landesregierung die Kapazitäten für Sprachförderung auf 50.000 Stunden pro Woche zu erhöhen und 100 Stellen für Sozialarbeiter zur Verfügung zu stellen. "Damit bekommen 100 von über 3000 Schulen eine Unterstützung, aber was ist mit allen anderen Schulen, die Flüchtlingskinder beschulen?", fragt Försterling. Ähnlich schlecht sei die Relation der Stunden bezogen auf das einzelne Kind. "Von den 50.000 Stunden sind 17.000 Stunden für die Sprachförderung vor der Einschulung geblockt. Verbleiben 33.000 Stunden für die aktuell von den Schulen gemeldeten 32.716 Flüchtlingskinder ohne ausreichende Sprachkenntnisse. Rot-Grün soll erklären, wie zum Teil nicht alphabetisierte Kinder mit einer Stunde kindbezogener Förderung pro Woche die deutsche Sprache lernen sollen", fordert Försterling. 

Gänzlich unberücksichtigt blieben die Kinder, die in den nächsten Wochen noch in Niedersachsen eintreffen werden. "Dabei kann man derzeit davon ausgehen, dass jede Woche 1.000 schulpflichtige Kinder nach Niedersachsen kommen. Wir erwarten ein deutliches Signal der Nachsteuerung spätestens bis zum Bildungsgespräch der Ministerin am kommenden Mittwoch ", so Försterling.

Hintergrund: In der heutigen Sitzung des Kultusausschusses stellte das Kultusministerium die im Nachtragshaushalt 2015 geplanten Ressourcen für die Sprachförderung von Flüchtlingskindern vor.

Presseinformation
Nr. 331/2015  -  Hannover, den 25.09.2015 



Artikel empfehlen:


« Zurück zur Liste