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Försterling zu Asse-II-Begleitgruppe: "Müssen Kritik am BfS üben dürfen"

Veröffentlicht am Montag, 12. Oktober 2015 18:52 Uhr

Kreis Wolfenbüttel. Mit Spannung betrachtet der FDP-Politiker Björn Försterling die Frage, ob die Asse-II-Begleitgruppe im Dezember tatsächlich wieder tagen wird. Im Kreistag gab es eine kontroverse Diskussion zur künftigen Arbeit der Gruppe. Dabei ging es auch um die Frage, wie das Vertrauensverhältnis zwischen der Landrätin und den Bürgerinitiativen wieder hergestellt werden kann. „Beide Seiten müssen aufeinander zu gehen. Das bedeutet Bewegung auf beiden Seiten“, sagte Försterling im Kreistag mit Blick auf die Landrätin.

Ferner hat Björn Försterling in seiner Rede in der vergangenen Kreistagssitzung einige Anstöße gegeben, worauf künftig in der Zusammenarbeit zwischen Begleitgruppe und Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) geachtet werden muss.

Denn, das weiß Försterling als Mitglied der Begleitgruppe, die beiden sind nicht immer einer Meinung, beispielsweise beim wichtigen Thema Drainage. „Ein Aufstauen der Lösungen in den Einlagerungskammern muss verhindert werden“, fasste Försterling die Position der Begleitgruppe zusammen. Seit Wochen und Monaten bewege sich aber bei dem Thema nichts – eine schlechte Entwicklung in einer Sache, bei der die Zeit drängt. „Es kann nicht sein, dass das Bundesamt für Strahlenschutz uns in diesem Punkt seit über zwei Jahren hinhält, obwohl im Sommer 2013 die Stabilisierung der 750-Meter-Sohle schon als drängendes Problem vom BfS benannt worden ist“, sagte Försterling.

„Die Begleitgruppe muss Kritik an der Arbeit des BfS äußern dürfen“, betont Försterling, doch er weist darauf hin, dass man dessen Entscheidungen am Ende tolerieren müsse. Aber: „Toleranz bedeutet das Geltenlassen und Gewährenlassen – nicht mehr und nicht weniger.“

Auch bei der Zwischenlagersuche gebe es Differenzen. Während die Konditionierung in Försterlings Augen assenah geschehen müsse, sei es der richtige Weg, ein Zwischenlager auch anderswo in Betracht zu ziehen. Bei einem assenahen Zwischenlager müsse jedoch der Abstand zu Wohnbebauung genau geklärt werden. Die bisher diskutierte Vier-Kilometer-Grenze sei willkürlich. „Aktuell kann ich mir nicht erklären, warum ein Bürger in 3900 Metern Entfernung sich Sorgen machen muss, ein Anwohner in 4100 Metern Entfernung jedoch nicht.“



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