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Försterling zu Einbruchkriminalität: "Taten aufklären, Beute zurückbringen"

Veröffentlicht am Montag, 2. Mai 2016 22:08 Uhr

Wolfenbüttel. 30 Prozent mehr Einbrüche im Landkreis Wolfenbüttel in nur zwei Jahren – das ist eine deutliche Steigerung. Die Zahlen für die Jahre 2013 bis 2015 (130, 161 und 169 Fälle) gehen aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Da hinter jedem Einbruchsfall persönliches Leid steht, fordert der FDP-Landtagsabgeordnete Björn Försterling gemeinsam mit seiner Fraktion schon lange mehr Polizisten für das Land und auch mehr Schutz für die Opfer. Die Freidemokraten haben dazu bereits einen umfassenden Antrag in den Landtag eingebracht.

Nur 22 Prozent, also gut ein Fünftel der Einbrüche in Niedersachsen wird auch aufgeklärt. „Das ist zwar mehr als im Bundesdurchschnitt, doch wer zu den 78 übrigen Prozent gehört, hat von der Statistik reichlich wenig“, sagt Försterling. Er fordert Innenminister Boris Pistorius (SPD) auf, die Polizei besser auszustatten, vor allem personell. „Über das Diebesgut könnte man an die Täter gelangen – dafür muss man aber Verkaufsplattformen wie Ebay nach gestohlener Ware absuchen“, sagt der Freidemokrat. Dass die Polizei das in ihrer bisherigen Stärke kaum auch noch leisten könne, sei offensichtlich. 

Die Beute zurück zu bekommen, sei auch für die Opfer wichtig. „Es werden ja nicht nur Geldwerte gestohlen, sondern zum Beispiel auch Erbstücke von hohem emotionalen Wert“, erläutert Försterling. Einbruchsopfer seien ohnehin durch das Eindringen Fremder in ihre Wohnung psychisch belastet. „Die Täter zu fassen und das Diebesgut wieder zurückzugeben, ist das Mindeste, worum man sich bemühen sollte“, meint er. 

Natürlich sei aber auch vorbeugender Schutz vonnöten. „Der Landkreis Wolfenbüttel wird zwar trotz des Anstiegs noch vergleichsweise selten heimgesucht, in Sicherheit wiegen dürfen wir uns aber nicht“, warnt Försterling und weist darauf hin, dass die Polizei Bürger kostenfrei berät, wie sie ihr Zuhause einbruchsicherer machen können. „Denn wer gut vorbeugt, braucht hinterher gar keine Polizei.“

Wer aber eine Alarmanlage hat, die den Einbrecher vor der Tat in die Flucht schlägt, sollte die Kosten eines Polizeieinsatzes nicht tragen müssen, ergänzt er. Ein solcher Fall war vor einigen Wochen in der lokalen Presse geschildert worden (Wolfenbütteler Zeitung vom 24.2.2016). „Dass die Polizei ausrücken musste, weil die Anlage angeschlagen hat, ist für die Beamten zwar ärgerlich, doch der abschreckende Effekt erspart ihnen weitere Ermittlungen“, meint Försterling. 



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