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Schulpolitik - Björn Försterling: Inklusion braucht Zeit – FDP fordert Atempause für Schüler, Eltern und Lehrkräfte

Veröffentlicht am Donnerstag, 17. November 2016 14:16 Uhr

Hannover. Der bildungspolitische Sprecher der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Björn Försterling, sieht dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Inklusion: „Die Inklusion von Kindern an Regelschulen droht grandios zu scheitern. Viele Eltern mit Förderbedarf sprechen sich mittlerweile selbst gegen dieses Projekt aus. Das sind die Eltern, die so lange dafür gekämpft haben, dass ihre Kinder Regelschulen besuchen können. Sie stellen fest, dass die Inklusion unter den rot-grünen Rahmenbedingungen den Bedürfnissen ihrer Kinder nicht gerecht wird“, so Försterling.

Die FDP schlage daher einen Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes vor. Försterling: „Das Ziel des Gesetzesentwurfs ist, die Wahlfreiheit für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Lernen zu erhalten, bis die Regelschulen ausreichend ausgestattet sind. Die Förderschulen Lernen sollen also bestehen bleiben – das Inklusionsprojekt von Ministerin Heiligenstadt würde einem Moratorium unterliegen.“ Die Ministerin müsse endlich erkennen, dass der aktuelle Weg nicht funktioniere: „Die Schulen werden systematisch überfordert. Es ist falsch erst Eltern und Schüler zur Inklusion zu zwingen und dann nach und nach die Rahmenbedingungen zu verbessern. Erst müssten die Rahmenbedingungen stimmen, dann werden die Eltern und Schüler sich freiwillig für die Inklusion entscheiden,“ so Bildungsexperte Försterling. Aber der FDP-Politiker zeigt sich auch selbstkritisch: „Ja, der Landtag war in der letzten Legislaturperiode zu optimistisch im Hinblick auf den Zeitplan zur Umsetzung der Inklusion. Aber umso besser wäre es, wenn der Landtag jetzt unideologisch handelt und Eltern, Schülern und Lehrkräften eine Atempause verschafft.“

Hintergrund: Der Niedersächsische Landtag behandelt in der kommenden Plenarsitzung in erster Beratung den Gesetzentwurf der FDP-Fraktion zur Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes. Ziel des Entwurfs ist ein Moratorium für das Inklusionsprojekt von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.

Presseinformation
Nr. 334/2016  -  Hannover, den 17.11.2016



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