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Schulpolitik - Björn Försterling: Landesregierung soll die akuten Probleme der Schulen lösen, bevor sie über neue mehrsprachige Angebote nachdenkt

Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2016 15:57 Uhr

Hannover. Der bildungspolitische Sprecher der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Björn Försterling, sieht den Antrag von Rot-Grün zum Ausbau des mehrsprachigen Angebotes an Niedersachsens Schulen mit gemischten Gefühlen. „Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll, Kinder mit anderer Herkunftssprache dabei zu unterstützen, diese Sprache richtig zu lernen, denn das führt nachgewiesenermaßen auch dazu, dass sie die deutsche Sprache besser lernen. Ich sehe allerdings aktuell viele andere drängende Probleme in den Schulen, die wir lösen sollten, bevor wir sie vor eine weitere Herausforderung stellen“, so Försterling. Um solch einen Unterricht flächendeckend einzuführen, gäbe es beispielsweise bisher nicht mal annähernd genügend qualifizierte Lehrer.

Es müsse jetzt erstmal darum gehen, die vorhandenen Defizite im Schulbereich zu beheben. „Bevor wir über herkunftssprachlichen Unterricht nachdenken, sollte die Landesregierung erstmal dafür sorgen, dass alle Flüchtlingskinder in Niedersachsen überhaupt beschult werden. Momentan ist nämlich noch nicht mal das der Fall. Und es wäre sicher auch sinnvoll, wenn sie ihre Energien zunächst mal dafür einsetzen würde, dass nicht so viel Unterricht ausfällt“, so Försterling weiter. Man werde außerdem darüber sprechen müssen, wie lange von „Herkunftssprache“ die Rede sein könne und ob dies in der zweiten oder gar dritten Generation noch angemessen sei.

Hintergrund: Der Niedersächsische Landtag debattierte heute über einen Antrag von SPD und Grünen zum Ausbau des Angebotes an Mehrsprachigkeit an den niedersächsischen Schulen.

Presseinformation
Nr. 345/2016  -  Hannover, den 23.11.2016



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