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IGS Schöppenstedt - FDP-Kreistagsfraktion: "Ministerin rechnet für Landrätin die Zahlen schön"

Veröffentlicht am Freitag, 5. Mai 2017 10:59 Uhr

Kreis Wolfenbüttel. Die Kreistagsfraktion der FDP zeigt sich irritiert über die erfolgte Genehmigung der IGS in Schöppenstedt. „Anscheinend wurde in der Nacht noch ein Schüler aufgetrieben und andere Schüler haben plötzlich einen sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten. Das ist schon merkwürdig“, stellt der Fraktionsvorsitzende Björn Försterling fest. 

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf können bei der Klassenbildung doppelt gezählt werden. Von dieser Doppelzählung wird allerdings in der Verordnung zur Schulorganisation nicht ausgegangen. „Die SPD-Kultusministerin legt hier auf Vermittlung des SPD-Abgeordneten Marcus Bosse das Schulgesetz und die Erlasse sehr weit aus und rechnet die Zahlen schön, um die verirrte Schulpolitik der SPD-Landrätin Steinbrügge zu retten. Hier gilt offenbar das Parteibuch mehr als alles andere“, erläutert Försterling seinen Blick auf das Genehmigungsverfahren.

Aus Sicht der Freien Demokraten dürfte dieser Start für die IGS Schöppenstedt kein leichter sein. Auch die anderen Gesamtschulen seien davon betroffen. „Es wird kein breites Angebot in Schöppenstedt geben können und von der Möglichkeit, dort einmal Abitur zu machen, ist man meilenweit entfernt“, ergänzt Thomas Fach, FDP-Mitglied im Kreisschulausschuss. „Wir bedauern, dass darunter jetzt auch die Henriette-Breymann-Gesamtschule leiden wird." Die HBG wird im nächsten Schuljahr nur vierzügig geführt werden können, mittelfristig seien Einbußen in der Breite des Angebots zu befürchten, glauben die Freidemokraten. 

Erstaunt zeigen sich die FDP-Kreistagsabgeordneten auch über die Ankündigung des Landkreises, alle Schüler der neuen IGS mit Tablets auszustatten. „Wir wollen den Einstieg in die Digitalisierung, aber nicht nur für ausgewählte Schüler einer ausgewählten Schule. Wenn der Landkreis diesen Weg gehen will, dann sollten alle Schüler des künftigen fünften Schuljahrganges im Landkreis mit Tablets ausgestattet werden – unabhängig von Schulform und Schulträgerschaft", so Thomas Fach. Die FDP wird dieses im nächsten Kreistag beantragen.

Insgesamt sehen die Freien Demokraten erhebliche Auswirkungen auf die anderen Schulstandorte im Landkreis Wolfenbüttel. „Mit dieser einseitigen Schulpolitik der Landrätin werden die Schulstandorte in Sickte, Schladen und Baddeckenstedt geschwächt und gefährdet“, glaubt Försterling. „Und der Schulstandort Remlingen wird jetzt geopfert und sang- und klanglos verschwinden.“ 

Die FDP-Kreistagfraktion hätte sich gewünscht, dass sich die SPD mit gleicher Vehemenz dafür eingesetzt hätte, den Schulstandort Baddeckenstedt durch Umwidmung in eine Oberschule zu retten. „Hieran waren aber die SPD-Landrätin und der SPD-Landtagsabgeordnete nicht interessiert“, kritisiert Björn Försterling. „Offenbar endet der schulpolitische Horizont am Schöppenstedter Kirchturm.“



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