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Bildungspolitik - Björn Försterling: Testphase für Werte und Normen ist überflüssig – Aufwertung des Studiums längst überfällig

Veröffentlicht am Dienstag, 30. Mai 2017 15:29 Uhr

Hannover. Als „komplett überflüssig“ bezeichnet der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling, die am Dienstag von der Kultusministerin verkündete Testphase für das Unterrichtsfach Werte und Normen an Grundschulen. „Entweder man führt das Fach ein oder man lässt es“, sagt Försterling und betont: „Die Eltern wollen keine Testphase sondern endlich eine Alternative zum Religionsunterricht.“ Andere Bundesländer seien bereits viel weiter und hätten das Fach seit Jahren etabliert. „Man muss also das Rad in Niedersachsen nicht erst neu erfinden“, so der FDP-Politiker.

Wichtig sei es hingegen, endlich auch für eine Aufwertung des Studiums für Lehrkräfte in diesem Fachbereich zu sorgen. Im berufsbildenden Bereich haben 2014 nur 36 von 232 Lehrkräften, die Werte und Normen unterrichten, eine Lehrbefähigung für das Fach (16 %). Auch für den allgemeinbildenden Bereich sind ähnliche Zahlen zu vermuten. Problematisch ist das auch deshalb, weil ohne zwei Lehrkräfte mit entsprechender Fakultas Werte und Normen nicht als Abiturfach belegt werden kann. Das ging 2015 nur an 22 Gymnasien und neun Gesamtschulen. Försterling: „Hier sollte die Kultusministerin dringend nachbessern.“

Hintergrund: Als Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht will Niedersachsen im kommenden Schuljahr das Fach Werte und Normen an zehn Grundschulen testen. Bisher wird es nur an weiterführenden Schulen gelehrt.

Presseinformation
Nr. 142/2017 - Hannover, den 30.05.2017



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