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24.03.2010 Verbraucher nicht in die Irre führen! |
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In Wolfenbütteler Supermärkten könnte schon bald so genanntes „Bio-Mineralwasser“ verkauft werden. Der Wolfenbütteler FDP-Landtagsabgeordnete Björn Försterling hält das für eine Irreführung der Verbraucher. „Es kann nicht sein, dass jedes x-beliebige Produkt mit einem Biosiegel scheinbar aufgewertet wird“, sagt Försterling. Als Verbraucher habe man teilweise das Gefühl, dass mittlerweile auf sämtliche Produkte ein Biosiegel oder ähnliches kommt. "Das zeigt, dass die ursprüngliche Idee biologisch angebaute Lebensmittel mit diesem Siegel besonders zu vermarkten inzwischen zu Lasten der Verbraucher konterkariert wird. Am Ende kann der Käufer gar nicht mehr beurteilen, ob er jetzt wirklich ein Bio-Produkt kauft oder nur ein Bio-Placebo", so Försterling.
Hinter dem neuen Produkt steht ein „Verein für Biomineralwasser“. Dessen Kriterien für das Bio-Wasser weichen allerdings nicht wesentlich von den gesetzlichen Anforderungen für natürliche Mineralwässer ab. Das geht aus der Antwort des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. In der Antwort heißt es: „Der Kriterienkatalog des Vereins (…) für „Biomineralwasser“ bedeutet in Bezug auf die stoffliche Substanz von natürlichen Mineralwässern keine signifikante Verbesserung, eine Erhöhung der Sicherheit wird nicht erreicht.“ Försterling befürchtet, dass durch solche Produkte das Bio-Siegel Schaden nehmen könnte. Gerade im Landkreis Wolfenbüttel gäbe es laut Försterling viele Erzeuger von Biolebensmitteln, die dadurch in MIsskredit gebracht werden könnten. Försterling sagt: „Es geht auch darum, die Marke zu schützen. Wer Bio kauft, muss auch Bio bekommen!“ In der Antwort des Ministeriums heißt es dazu: „Der Verbraucher dürfte mit dem Begriff „Bio-“ eine natürliche Erzeugung verbinden. Gerade diese ist aber für alle natürlichen Mineralwässer vorgeschrieben.“ Laut Försterling, der selbst gerne ein Glas Mineralwasser zu sich nimmt, sei ihm bisher noch kein unnatürlich gewonnenes Mineralwasser untergekommen. "Ich habe die Hoffnung, dass die Verbraucher weiterhin wie gewohnt zu ihrem Mineralwasser greifen und sich nicht von solch einem Marketinggag in die Irre führen lassen", so Försterling abschließend. Diskutieren Sie über diesen Artikel im Forum. |
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