FDP-Stadtverband Wolfenbüttel
38302 Wolfenbüttel

Björn Försterling
Vorsitzender

   23.02.2005

 FDP Wolfenbüttel unzufrieden mit Bezirksverband


Die Delegierten des Wolfenbütteler FDP Kreisverbandes zeigten sich auf dem vergangenen Bezirksparteitag der FDP Braunschweig unzufrieden über die Arbeit des Bezirksvorstandes. 
Bei der Wahl vor einem Jahr hatte der Bezirksvorsitzende Dr. Lauterbach noch Reformen angekündigt. Er beabsichtigte die Kreisverbände mehr in die Arbeit des Verbandes einzubinden und auch vor Ort Veranstaltungen durch den Bezirksverband stattfinden zu lassen. Dieses Versprechen wurde jedoch bisher nicht eingehalten. Dieses nahmen die Wolfenbütteler Liberalen zum Anlass dem Bezirksvorsitzenden auf dem ordentlichen Bezirksparteitag in Salzgitter-Bad deutlich zu machen, dass sie dieses Verhalten nicht tolerieren können und auch zukünftig nicht weiter dulden werden. In der Aussprache zum Rechenschaftsbericht des Bezirksvorsitzenden machte unter anderem der Wolfenbütteler Kreisvorsitzende Björn Försterling klar, dass „ein Neujahrsempfang als einzige Aktivität des Bezirksverbandes“ zu wenig sei. 
In dieselbe Richtung stieß auch ein Antrag des Wolfenbütteler Samtgemeindeverbandes Elm-Asse-Oder, der die Aufforderung zum Inhalt hatte, dass der Bezirksverband mindestens vier Veranstaltungen im Geschäftsjahr durchzuführen hat. Dieser Antrag wurde mit einer großen Mehrheit angenommen.

Aber auch zur programmatischen Ausrichtung trugen die Wolfenbütteler Liberalen bei. So wurde auf Antrag der Wolfenbütteler Björn Försterling, Pierre Balder und Markus Dietl ein Antrag zur Liberalisierung des Postmarktes beschlossen. Der FDP Bezirksverband Braunschweig fordert nunmehr die sofortige Abschaffung des Postmonopols. Nur durch einen freien Postmarkt kann gerade die Versorgung mit Postdienstleistung im ländlichen Raum sichergestellt werden. Die FDP bezieht hier im Gegensatz zu den anderen Parteien eine deutliche Position und hat, wie auch in anderen Politikfeldern, eine Lösung des Problems formuliert. Die anderen Parteien beschweren sich nur über die DPAG, stärken aber weiter das Monopol. Die FDP hingegen will auch freie Anbieter in die Verantwortung nehmen. 

Abschließend kann festgehalten werden, dass die Wolfenbütteler die Arbeit des Bezirksverbandes gerne organisatorisch und inhaltlich unterstützen, jedoch muss von den gewählten Vertretern des Vorstandes auch die notwendige und immer wieder eingeforderte Eigeninitiative gezeigt werden.